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"Schafe und Sterne haben sich gerne!"

    

Freundschaftsspiel mit Hintergedanken

Was geschieht, wenn Künstler oder Designer unabhängig voneinander – aber aus nahezu parallelen Grundüberlegungen heraus – Konzepte und Wege der Umsetzung entwickeln? Ganz einfach, sie treffen sich irgendwann durch einen Zufall, präsentieren sich gegenseitig voller Stolz die entstandenen Werke, wobei im Zusammenspiel der Konzepte, aus der Verschiedenartigkeit der realisierten Lösungen heraus, Spannungsfelder und Berührungspunkte mit eigenem Reiz entstehen.

In der Folge dieser Begegnung entsteht schnell die Idee, beide Projekte – in Form einer gemeinsamen Rauminstallation – in Relation zu stellen. Weil die beiden Konzepte sich in gewisser Weise zusammen fügen, sich jedoch auch signifikant von einander abgrenzen, sollte unser zufälliges Treffen nicht ohne Folgen bleiben.

Vom 17. bis zum 19. November 2006 treffen deshalb in den Bergström Studios unter dem Motto „Red Stars vs. Schafetour“ beide Projekte aufeinander. Sozusagen als ein Freundschaftsspiel mit Hinter-gedanken in der Vorweihnachtszeit, das anstelle von Kitsch und Krempel authentische Kunst- und Designobjekte unter dem Weihnachtsbaum zur Folge haben soll. Aber bisher sind berechtigte Fragen noch unbeantwortet: sind die Red Stars auch ohne Teleskop am Nachthimmel gut zu sehen?
Und warum gehen denn diese Schafe aus den Studios auf eine Tour? Machen jetzt etwa sogar Schafe Musik? und von welchem Freundschaftsspiel ist da eigentlich die Rede?
Nein, nur keine Sorge, in Wirklichkeit ist das alles ganz anders – keine Astronomie, auch kein Musikstudio für Schafe und erst recht kein Fußball-Derby – aber die richtigen Antworten auf viele wer-, wie-, was-, wieso-, weshalb- und warum-Fragen:

Die Red Stars sind Sterne, die um die Welt gereist sind. wo waren sie einmal, wer hatte mit ihnen zu tun und welche Aufgabe hatten sie, bevor sie zu Sternen verwandelt wurden? Jeder der Sterne ist aus Transportsperrholz, viele mit Schriften und Zeichen versehen, teils eingerissen und von ihrer Reise vernarbt – eigenwillig, rau, manche ausgeblichen, ergraut – und als Red Star in sich ein einzigartiges Werk und gleichermaßen Bestandteil des seriell angelegten Red Star-Projektes.

Auch die Schafe der Schafetour haben so manche Reise hinter sich gebracht. jedes Tourschaf ist als einzigartiges Werk auch Bestandteil der Herde und Produkt seriellen Ursprungs. Diese grundsätzliche Eigenschaft, als einzelnes werk auch Bestandteil einer Serie zu sein, die in ihrer Gesamtheit auch als Werk wahrgenommen werden kann, ist die erste grundlegende Gemeinsamkeit von Tourschafen und Red Stars. Die Schafetour-Schafe sind keine homogene Masse, sondern wie auch die Red Stars eher eine seriell entstandene Vielzahl unterschiedlicher Einzelobjekte mit einzelnen – für alle gleich definierten – Fixpunkten in ihrer Erscheinung, was für den Betrachter eine gewisse Vergleichbarkeit entstehen lässt. Beim Vergleich tritt der Betrachter in eine Interaktion mit den Objekten, die seine Antipathien und Sympathien deutlich werden lässt – was die zweite Gemeinsamkeit zwischen Schafen und Red Stars ist. Eine dritte Gemeinsamkeit zeigt sich bei Betrachtung mehrerer, gruppierter Objekte der beiden entstandenen Serien.
Sowohl die Schafetour-Herde als großflächiges Aktionskunstwerk, wie auch die Red Stars als Rauminstallation laden den Betrachter ein, sich von der erlebten Installation ein persönliches „Kunstobjekt“ mitzunehmen. dieses Objekt soll nicht nur die Aktionsidee weiterführen, als kleinster und damit bezahlbarer – authentischer – Bestandteil des Projektes, macht es Kunst und Design auch für die breite Masse der Normalbürger erschwinglich. dieser Aspekt der Bezahlbarkeit findet seine Realisierung durch den seriellen Grundgedanken in beiden Projekten.

Die Ausstellung „Schafe und Sterne haben sich gerne“ wird am Freitag, den 17. November 2006 um 19 Uhr eröffnet.
Ljudmila Belkin, M.A. wird die Gäste in die 2in1 Raumistallation einführen.



Die Schafetour-Schafe von:                                            Die Red Stars von:

bergström studios                                                           Gunnar Hansen
united. design. artists.
Intzestraße 1
60314 Frankfurt am Main


Die Daten:

Der Ort: Bergström Studios, Intzestraße 1, 60314 Frankfurt am Main

Die Vernissage: 17. November 2006, 19 Uhr

Die Ausstellung: 18. + 19. November 2006, von 12 bis 20 Uhr